Die eigene Solaranlage muss nicht immer mit enormen Investitionssummen verbunden sein. Es geht auch schnell und einfach, wie das wachsende Angebot an Kleinstsolaranlagen beweist. So kann auch der eigene Balkon zum eigenen kleinen Kraftwerk werden.

Stecker rein – Stromkosten sparen

Wann spricht man von einer Kleinstsolaranlage? Hier hat der Gesetzgeber eine Obergrenze von 600 Watt festgelegt. Für Anlagen dieser Größenordnung bedarf es keiner komplizierten Anmeldung oder Genehmigung. Darüber hinaus ist eine Solaranlage dieser Art auch für Mieter interessant, um zum einen aktiv an der Energiewende teilzunehmen und zum anderen nebenbei Rendite zu erwirtschaften. Das Beratungsprojekt LandSchafftEnergie geht in seinen Berechnungen davon aus, eine Kleinstanlage bis zu 20 Prozent des jährlichen Strombedarfs zu erzeugen imstande ist. Ein durchschnittlicher Haushalt könne – je nach Strombedarf und Auslegung – auf diesem Wege bis zu 100 Euro pro Jahr einsparen. 

Interessenten wird empfohlen, die vollen 600 Watt auszunutzen, da sich die Modulkosten derzeit auf einem sehr niedrigen Niveau bewegen. Denn der Ertrag, welcher sich mit dem eigenen Balkonkraftwerk erwirtschaften lässt, kann sich durchaus sehen lassen: Laut den Berechnungen der Berater ist bei einer Laufzeit von 20 Jahren mit einer Rendite von bis zu 7 Prozent zu rechnen. Diesem Wert ist ein Stromverbrauch von 3.500 kWh (Kilowattstunden) und ein Strompreis von 30 Cent pro kWh zugrunde gelegt. Die Anschaffungskosten sollen sich nach 6 Jahren bereits amortisiert haben.

Betreiber solcher Anlagen müssen sich aber auch um die Einhaltung des Einspeisemanagements kümmern. Wird die Anlage lediglich zur Deckung des eigenen Strombedarfs verwendet, ohne eine Vergütung nach EEG in Anspruch zu nehmen, gelten diesbezüglich jedoch keine weiteren Anforderungen. Dennoch sind Solaranlagen für den Balkon bei den jeweiligen Netzbetreibern meldepflichtig. In den meisten Fällen kommt hierfür jedoch ein vereinfachtes Verfahren zur Anwendung. Hinzu kommt eine Anmeldung der Anlage im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur spätestens 4 Wochen nach der Inbetriebnahme.

Pflege und Reinigung: So bleiben die Erträge konstant

Unabhängig von der größer einer Solaranlage, sind deren Wartung und Pflege unerlässlich für einen dauerhaft ertragreichen Betrieb. Denn ob auf dem Balkon oder auf dem Dach, Solaranlagen sind stets der Witterung und anderen Umwelteinflüssen ausgesetzt. Mit der Zeit bildet sich eine Schicht aus Staub, Schmutz und Ablagerungen auf der Moduloberfläche, die den Ertrag merklich schmälern kann. Nach nur drei Jahren können die Erträge um bis zu 10 Prozent sinken, da das Sonnenlicht abgeblockt wird. Solar PLUS Cleaning hat sich auf die Reinigung von Photovoltaikanlagen spezialisiert und wendet ein schonendes Reinigungsverfahren mit Rotationsbürsten und ohne chemische Zusätze an, das sowohl der Anlage als auch der Umwelt zugutekommt.